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"MANY A BOOK IS LIKE A KEY TO UNKNOWN CHAMBERS WITHIN THE CASTLE OF ONE'S OWN SELF."

FRANSZ KAFKA

SCHLÖSSER

DURCH DIE REGION VERSTREUT, FINDEN SIE VIELE SCHLÖSSER . HIER FINDEN SIE DIE SCHÖNSTEN UND BEKANNTESTEN DIE ZU BESUCHEN SIND

Die Region Friaul Julisch Venetien wurde in der Vergangenheit auch als Tor zu Europa bezeichnet.
Im Norden ist die Region durch eine natürliche Barriere in Form der Alpen geschützt, was man nicht von der Küste und der in Osten flacheren Landschaft grenzend an Slowenien sagen kann. 

 

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Friaul-Julisch Venetien oft von Invasionen anderer Völker geplagt, die nicht immer mit freundlichen Absichten in das Land eindrangen. Kelten, Hunnen, Goten und Langobarden gelangten durch diese Region nach Italien.
Vor allem im Mittelalter waren die Invasionen  den Ungarn und Türken sehr gewalttätig, und die Grundbesitzer beschlossen, ihre Grundstücke zu verteidigen, mittels den Bau von Burgen auf den Gipfeln den Hügeln. Diese "Roccaforti" waren so wichtig, dass oft die Dörfer um sie herum wuchsen, weil sich die Bevölkerung innerhalb der höhen Mauern verstecken konnte, falls einer der böswilligen Völker das Ganze wieder unsicher machte.

Über die sanften Hügel verstreut liegen die unzähliger Ruinen einst befestigter Burgen: Einst gab es 300, doch Erdbeben und Kriege haben leider dazu geführt, dass die meisten verschwinden oder zerstört sind. Zum Glück gibt es noch ein Dutzend. Der eine ist älter als der andere, aber alle sind einen Besuch wert.

Zwanzig private Schlösser können zweimal im Jahr im Frühling und Herbst während der 'Tage der offenen Schlösser' oder die "Giorni dei Castelli aperti" besucht werden. Darüber hinaus öffnen einige Schlösser und Burgen für den Rest des Jahres ihre Türen gegen Bezahlung und auf Anfrage, wenn es sich um Gruppenreisen handelt. Für weitere Informationen hierzu können Sie mich kontaktieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die folgenden Burgen: Castello Miramare, Villa Manin, Castello di Duino und Castello di Gorizia sind ganzjährig geöffnet und auf jeden Fall einen Besuch wert.

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CASTELLO  MIRAMARE - TRIEST

Das Schloss Miramare, der ehemaligen Residenz des

Erzherzogs Ferdinand Maximilian

von Habsburg und seiner Frau Charlotte von Belgien,

liegt auf der Spitze des Vorgebirges von Grignano. Seine Lage hoch über dem Meer bietet einen herrlichen Ausblick auf den Golf von Triest. Das Schloss ist von einem wunderschönen Park mit wertvollen Pflanzenarten umgeben, wo man sich etwas Erholung gönnen kann.

Den Herrensitz ließ Erzherzog Ferdinand Maximilian von Habsburg erbauen; er bietet prunkvolle originale Einrichtungsstücke.


Mit weißen Türmen, wie sie Carducci besang, ist es mehr als ein Schloss im engeren Sinn ein Beispiel für einen Fürstensitz aus dem 19. Jahrhundert, ein Produkt des Historismus, der einen wichtigen Platz in der Geschichte der Architektur jener Zeit beansprucht.

 

Die Anlage, die zwischen 1856 und 1860 auf Veranlassung des Erzherzogs Maximilian von Österreich, des späteren Kaisers von Mexiko, erbaut wurde, ist stark beeinflusst vom romantischen Geschmack, eine mittelalterliche Burg im neuen Gewand.

 

Der Erzherzog beaufsichtigte persönlich sowohl die Planung des Hauses als auch die Anlage des weitläufigen Parks (mehr als 22 Hektar), ein Englischer Landschaftsgarten und Garten im italienischen Stil, reich an seltenen Pflanzen, Skulpturen und Teichen, der mit großen Stufen in Richtung Meer hinabführt.

 

Das Schloss besteht aus mehr als 20 Zimmern: besonders erlesen sind die "Sale di Massimiliano", darunter das Schlafzimmer, das wie eine Schiffskoje eingerichtet ist, und der "Thronsaal".

Seit 1955 ist das Schloss staatliches Museum.

Während der Schlossbesichtigung können Sie die prächtigen Original Ausstattungen der Prunkräume und der Privatwohnungen mit vielen Kunstwerken, Möbeln und wertvollen Objekten bewundern. Sehr romantisch auch der den Besuchern geöffnete Park.

In der Nähe des Schlosses befindet sich der WWF-Marinepark, ein Naturschutzgebiet, in dem Schnorcheln und Tauchen mit Führer möglich ist.

 

Eine Kuriosität:

Der Legende nach lastet ein Fluch auf dem Schloss Miramare, demzufolge jeder, der dort übernachtet, dazu bestimmt ist, vorzeitig im Ausland zu sterben.

Möchten Sie einen Blick auf eine schöne große Villa werfen, die Napoleon selbst als "zu klein für einen Kaiser, aber zu groß und zu luxuriös für einen Dogen" bezeichnet hat, dann kommen Sie in den Weiler Passariano in der Nähe von Codroipo. Dann können Sie mit eigenen Augen sehen, was er meint.

Die wunderschöne, riesige Villa gehörte der bedeutenden und renommierten Familie Manin, deren letzter Besitzer kein anderer als Ludovico Manin, der letzte Dogen von Venedig, war.

Ihre Struktur erinnert an einen raffinierten venezianischen Palazzo. Die beiden Obelisken waren nur den höchsten Dienern der Serenissima vorbehalten. In ihrem Innern fasziniert die Residenz mit sehr gut erhaltenen und eindrucksvollen Fresken und ihren eleganten und erlesenen Einrichtungen. Im Erdgeschoß liegen der vollständig mit Fresken ausgeschmückte Hauptsaal, das Musikzimmer mit Kamin, das Zimmer von Apollo und Daphne und die große, typisch friaulische Küche mit dem „Fogolâr“, dem großen Kamin; im ersten Obergeschoß befinden sich drei Zimmer, ein Salon und eine kleine Küche; dann gibt es da noch das Gästehaus und die Keller mit den gewölbten Decken. Im Garten befinden sich ein Pool, ein kleiner Weinberg und die Privatkapelle.

Napoleon Bonaparte lebte dort 1797 mit seinen Generälen zwei Monate lang, als er die Region Friaul-Julisch Venetien besetzte. Sie können immer noch das Schlafzimmer sehen, in dem er geschlafen hat. 

 

Auch der Erste Weltkrieg und seine Folgen gingen nicht an dem geschichtsträchtigen Gebäude vorbei. In 1917, nach der letzten Isonzoschlacht hatten sich hier der letzte Österreichische Kaiser Karl I und der deutsche Kaiser Wilhelm II, getroffen um ihren Sieg zu feiern. 

VILLA MANIN - CODROIPO -  UDINE
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CASTELLO DI DUINO - DUINO - TRIEST

In Duino gibt es tatsächlich zwei Schlösser. Beide sind auf einer Klippe gebaut, die über das Meer hinausragt, aber hier endet die Ähnlichkeit. Der "jüngste" stammt aus dem 14. Jahrhundert, während sein älterer Bruder etwa 400 Jahre zuvor gebaut wurde. Von letzterer existiert nur noch eine Ruine und die Legende von 'la dama bianca' - der weißen Dame.

 

Das Schloss Duino der Fürstenfamilie Thurn und Taxis wurde 1300 auf den Ruinen eines römischen Vorpostens errichtet. Von außen präsentiert es sich wie ein massiver Verbundbau, der den Golf von Triest dominiert.

Es hütet bedeutsame Kunstmeisterwerke und raffinierte historische Kostbarkeiten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren bekannte Persönlichkeiten aus der Kunst- und Literaturwelt zu Gast in der "jüngsten" Burg. Der berühmteste war der Schriftsteller Rainer Rilke, der sich in seiner Arbeit vom Schloss inspirieren ließ.

 

Die Schloss und Schlossgartenbesichtigung ermöglicht es Ihnen, das von Franz Liszt gespielte Klavier, die Treppe Palladios, den vom Turm gebotenen Ausblick auf den Golf von Triest, den steil zum Meer abfallenden Burgwall und den 1943 von der deutschen Kriegsmarine gebauten Bunker zu bewundern.

 

Sentiero Rilke ist einen schöner Wanderweg von 2 km. die direkt an der Küste entlang verläuft, welche nach dem berühmten Schriftsteller benannt worden ist und einen sehr schönen Spaziergang ist. Beim Wandern können Sie den Blick auf die Adria genießen und bei klarem Wetter sogar die Küste Sloweniens sehen. Sie werden von der vielseitigen Flora und Fauna dieser Karststeine umgeben sein. 

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CASTELLO DI GORIZIA - GORIZIA / GÖRZ

Die Görzer Burg, aus dem 11. Jahrhundert, ist das alte Herz der Stadt. Auf der Anhöhe oberhalb des Ortes gelegen, bietet die Burg einen spektakulären Ausblick auf Görz und Umgebung.

 

Ihr heutiges Aussehen spiegelt nicht exakt das ursprüngliche wider: so ist von dem alten Wachtturm, der von den Venezianern aus Verteidigungsgründen abgerissen wurde, heute nur das Fundament im Hof der Lanzi sichtbar.

 

Zur Burg gelangt man durch das Tor Porta Leopoldina, die 1660 zu Ehren des Besuchs des Kaisers Leopold von Habsburg erbaut wurde.

 

Die Burg spiegelt die Entwicklung zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert wider, mit der schrittweisen Hinzufügung von Gebäuden und Verteidigungsanlagen. Die Burg wechselte mehrmals den Besitzer, sie ging von den Grafen von Görz, Anwälte der Kirche von Aquileia, an die Habsburger, kurzzeitig an Venedig und an Napoleon.

 

In seiner Geschichte wurde die Burg also mehrmals verändert, durch Hinzufügung von Basteien und Türmen für verschiedene Funktionen: Verwaltungszentrum, Kaserne, Gefängnis.

 

Die Burg wurde während des Ersten Weltkriegs bombardiert. Die geduldige Rekonstruktionsarbeit seit den dreißiger Jahren durch die Familie Cossar hat der Burg jene faszinierende mittelalterliche Atmosphäre verliehen.

 

Einige Säle des Schlosses bieten dann und wann Ausstellungen, während der Getreidespeicher dauerhaft einen Lehrbereich mit Schautafeln und Plastiken über die Grafschaft Görz beherbergt.

 

Der Musiksaal zeigt perfekte Reproduktionen alter Instrumente, die man dank moderner Techniken erklingen hören kann.

 

Von dem Patrouillenweg blickt man auf die Stadt Görz und das nahe Slowenien.

 

Die Görzer Burg beherbergt auch im Rittersaal das Museum des Görzer Mittelalters mit interessanten Reproduktionen der im Mittelalter benutzten Hieb- und Stichwaffen.

 

In der Nähe des Dorfes liegt ein Restaurant und wichtige andere Museen wie zum Beispiel das Museum des Ersten Weltkriegs, das Museum der Mode und der Angewandten Künste, die Pinakothek und die Archäologische Sammlung.

 

Eine Kuriosität:

Unter denen, die an den Verteidigungsanlagen der Burg arbeiteten, war auch Edmund Halley, Entdecker des gleichnamigen Kometen.